Was ist Sporttherapie?
Sport – und Bewegungstherapie ist eine aus ärztlicher Sicht empfohlene Bewegung mit verhaltensorientierten Komponenten, die vom Therapeuten geplant, dosiert, gemeinsam mit Ärzten und Therapeuten verschiedener Fachdisziplinen abgestimmt und mit dem Patienten in der Gruppe durchgeführt wird.
Sie will mit geeigneten Mitteln des Sports, der Bewegung und der Verhaltensorientierung physische, psychische und psychosozialen (Alltag, Freizeit und Beruf betreffende) Beeinträchtigungen verbessern bzw. Schädigungen und Risikofaktoren vorbeugen.
Sport- und Bewegungstherapie beruht dabei auf medizinischen, trainings – und bewegungswissenschaftlichen und insbesondere pädagogisch-psychologischen sowie soziotherapeutischen Elementen (Deutsche Vereinigung für Gesundheitssport und Sporttherapie, 2010).
Wirkweisen der Sporttherapie:
Die Definition zeigt, dass es in der Sporttherapie um eine ganzheitliche Aktivierung des Patienten in Bezug auf sein Bewegungsverhalten geht. Somit handelt es sich bei der Sporttherapie um eine Aktivtherapie, die sich in das multimodale therapeutische Konzept der Schmerzklinik Nottwil integriert. Ziel der Sporttherapie ist die Vermittlung einer umfassenden Gesundheitskompetenz im Sinne einer langfristigen Verhaltensänderung beim Patienten. Die chronischen Schmerzpatienten sollen lernen, trotz bestehender Schmerzen im Alltag und in der Freizeit körperlich aktiv zu sein. Die Sporttherapie findet häufig in Gruppen zusammen mit anderen Patienten statt, aber auch im Einzeltraining mit dem Therapeuten. Die Patienten werden in einem Erstgespräch in Bezug auf mögliche Trainingsprogramme und Trainingsmethoden beraten.