Kompetenz in Palliativmedizin
In vielen Bereichen der Gesundheitsversorgung sind Ärztinnen und Ärzte in unterschiedlichem Mass mit schwerkranken und sterbenden Menschen konfrontiert. Wer in solchen Fällen kompetent handeln will, muss sich an den Bedürfnissen dieser Menschen und an bestimmten Richtlinien orientieren.
Kompetenz in Palliativmedizin wird heute nach der Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer Deutschland für alle patientennahen Facharztdisziplinen gefordert und sie ist Voraussetzung für den Erwerb der deutschen Zusatzweiterbildung "Palliativmedizin".
Der Basiskurs "Palliativmedizin" des Luzerner Kantonsspital (LUKS) und des Schweizer Paraplegiker-Zentrums Nottwil (SPZ) ist praxisnah aufgebaut. Fünf Module sensibilisieren Sie für die besondere innere Haltung, die der Umgang mit schwerkranken und sterbenden Patienten erfordert. Sie beschäftigen sich im Kurs mit Fragen, die die rein medizinsiche Sichtweise erweitern. Dazu gehören auch psychosoziale und spirituelle Themen.
Links
Luzerner Anästhesie Forum
Institut für Anästhesie und Rettungsmedizin, Luzerner Kantonsspital Luzern
Fortbildungsinhalt
Modul 1 "Einführung"
Medizinische, rechtliche und historische Grundlagen der Palliativmedizin
Modul 2 "Symptomkontrolle"
Die Behandlung von Schmerzen und anderen belastenden Symptomen
Modul 3 "Kommunikation"
Das Patientengespräch in der Palliativmedizin, Kommunikation im Ärzteteam, regionale und überregionale Netzwerde aus Ärztinnen und Ärzten
Modul 4 "Leben und Sterben: Kultur und Spiritualität"
Wie verschiedene Kulturen sterbende Menschen spirituell begleiten
Modul 5 "Ethik, Recht und Psychohygiene"
Entscheidungen ethisch treffen mit dem Wunsch nach Sterehilfe umgehen
Kursleitung
Prof. Dr. med. Christoph Konrad, Chefarzt Anästhesiologie und Rettungsmedizin, LUKS
Dr. med. Wolfgang Schleinzer, MSc, Direktor und Chefarzt, Zentrum für Schmerzmedizin, SPZ
Partner
Berufsverband Deutscher Anästhesisten