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Seelsorge - der Seele Sorge tragen

Seelsorge

Wie wir uns verstehen
Unser seelsorglicher Dienst ist die Begleitung der Betroffenen in ihrer durch Unfall oder Krankheit ausgelösten Krise, die die persönliche wie familiäre Lebensgestaltung in Frage stellt. Im Erstkontakt (evtl. mehrere Begegnungen) der im Allgemeinen von uns aus geht, stellen wir uns persönlich vor, nehmen die Situation der Patienten und der Angehörigen auf und erkunden Interesse und Bedürfnis der Betroffenen.

Deshalb gestaltet sich unsere Begleitung individuell unterschiedlich aus:

  • Mit-Gehen eines äusserst schwierigen Weges
  • Teilen widersprüchlichster Gefühle
  • Aussprechen von Befürchtungen, Zweifeln und Ängsten
  • Religiöser Beistand im Gebet
  • Angebot ritueller und sakramentaler Gestaltung
  • Verarbeiten der existenziellen, religiösen Krise im regelmässigen Gespräch
  • Begleiten auf den Lebenswegen, im Abschiednehmen und Sterben

Unser Aufgabenbereich
Um Auftrag und Kernaufgabe der Seelsorge – die Begleitung der Betroffenen im SPZ - herum reihen sich vielfältige Aufgaben und regelmässige Aktivitäten, die unsere Arbeit in der Klinik verankern und vernetzen.

Begleiten geschieht unter anderem:

  • In der widersprüchlichen Gefühlslandschaft von Krise und Trauer (Gefühle leben lassen)
  • Im Ringen um ein erneuertes Selbstverständnis als Frau und Mann in Partnerschaft und Familie - körperlich, geistig und seelisch
  • Im Suchen nach einem möglichen Sinn, nach eigenen Antworten auf die neue Lebensherausforderung
  • Im Erleben von Hoffnung und Aufbruch, von Abschied und Trennung, von Sterben und Neuanfang
  • Im gemeinsamen Gestalten von persönlich-stimmigen spirituellen und religiösen Ausdrucksformen

Aufgaben und regelmässige Aktivitäten:

  • Persönliche Begleitung von Betroffenen, Angehörigen und Mitarbeitenden
  • Gebet, Sakrament und Gottesdienst
  • Lebens- und Glaubensgespräch
  • Besuchsdienst (Aus-/Weiterbildung, Einsatzkoordination mit 14 ehrenamtlichen Besuchenden)
  • Mitarbeit in Gremien und Projekten der Klinik (Aus-/Weiterbildung, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Führungen)
  • Öffentlichkeitsarbeit in- und ausserhalb der Klinik

Unser Stellenprofil
Für die Seelsorge im SPZ stehen insgesamt 150 Stellenprozente zur Verfügung, die sich der evangelisch reformierte Pfarrer und der katholische Seelsorger zu je 75 Prozent teilen. Sie nehmen diesen seelsorglichen Auftrag in der Klinik in Absprachen mit ihren Kirchenleitungen und der Klinikdirektion wahr.
Die alltägliche Praxis geschieht in enger Zusammenarbeit mit der Sozialberatung und dem Psychologischen Dienst und mit der Stationsleitung in der Pflege.

Persönliche und fachliche Kompetenz
Für die Seelsorge in der Klinik ist uns die berufliche Qualifikation wichtig: Nach Abschluss des Theologiestudiums ist es eine langjährige Berufserfahrung, sowie die vielfältige Weiter- und Fortbildung, mit fachspezifischer aufgaben-bezogenen Schwerpunkten: Gestaltseelsorge und clinical pastoral training, lösungsorientierte Gesprächsführung und ethische Entscheidungsfindung im Gesundheitswesen haben unser Kompetenzspektrum wesentlich erweitert.

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